Spielbericht: Damen gegen Bochum Isotopes

Ruhrpottderby – das klingt nach vielen mitfiebernden Fans, hartem Kampf und Spannung pur! Ob das Derby der Dortmunder Damen gegen die Isotopes aus Bochum diese Erwartungen erfüllen konnte, lest ihr hier.

 

Den vielen Fans wurde das Mitfiebern diesmal schwer gemacht – aufgrund der Doppelspieltag-Regelung der Damen fand das Derby in Marburg statt. Beide Teams mussten also erst einmal gut zwei Stunden anreisen, um gegen den Nachbarverein antreten zu können. Dementsprechend leer waren die Fankurven leider auch. Schade für beide Seiten...

 

Auch der harte Zweikampf ließ zunächst auf sich warten. Beide Teams starteten ein bisschen träger als notwendig ins Spiel. Der Ball verbrachte gefühlt mehr Zeit auf dem Kunstrasen als in der Luft und die Spielerinnen ließen sich mehr Zeit als notwendig, um Schwung in das Spiel zu bringen. Nach gut zwei Minuten wagte Julia #4 einen ersten Vorstoß, um ihr Team wachzurütteln und versenkte treffsicher den Ball im Bochumer Tor. Waren jetzt alle wach? Bochum definitiv! Denn sie drehten nun auf: Im 2-Minuten Takt klingelte der Kasten für Bochum, in der 9. Spielminute stand es somit 4:1 für Bochum.

Aber jetzt war auch endlich den Vielfraßen klar, dass es so nicht weitergeht und dass man sich trotz der sengenden Hitze auf dem Platz wohl nun mal langsam aufraffen müsse, wenn man hier – wie wir es ja schließlich fest vorhatten – etwas reißen möchte.

 

Den zweiten Schritt in die richtige Richtung machte unsere Goalgetterin aus der Jugendmannschaft Veronica #21, die den Ball in der 13. Minute schön in der oberen Ecke des Bochumer Tors platzierte. Julia #4 bombte nur 13 Sekunden später direkt nochmal hinterher – 4:3. Sollte das der Wendepunkt sein? Wenn er es jetzt noch nicht war, dann war es die top ausgeführte Free Position von Sabine #9 – unhaltbar und eiskalt versenkt. Gleichstand!

 

Jetzt waren auch endgültig alle Dortmunder wach und bei der Sache und nun konnte man auch endlich das harte Kämpfen um jeden Ball auf beiden Seiten sehen, den ein Derby braucht. Die Bochumer wollten ihre Dominanz aber nicht abgeben und so ging es bis zur Halbzeit hin und her. Besonders zeichnete sich in den letzten Minuten unsere zweite Hilfe aus der Jugendmannschaft aus: Janna alias Illo #16 bereitete nicht nur das erste von zwei aufeinanderfolgenden Toren von unserem Captain Jana #30 mit einem schönen Assist vor, sondern kämpfte sich in den letzten Sekunde der 1. Hälfte unter zahlreichen „Zeit ist auf dem Feld“-Rufen selbstsicher durch die Bochumer Defense und machte ihr erstes Tor für die Damen. Mit einem Halbzeitstand von 7:7 war in diesem Spiel für beide Seiten noch alles offen.

 

In der Halbzeit waren sich die Wolverines einig, dass hier definitiv noch mehr drin ist! Es wurde inzwischen zwar deutlich mehr gekämpft, das „schöne“ Lacrosse, auf das wir in den letzten Spielen so stolz waren, ließ aber immer noch auf sich warten. Gerade die Defense im Mittelfeld und die Verteidigung der Bochumer Crease-Rolls sollte in der 2. Hälfte verbessert werden. Und das wurde auch umgesetzt.

 

Um die Sache etwas abzukürzen: Die zweite Hälfte war ganz klar in Dortmunder Hand. Jetzt endlich konnten wir das abrufen, was wir trainiert haben: Klare Doubles schon im Mittelfeld, eine wache Defense beim Bochumer Aufbau, Zug nach vorne vors gegnerische Tor und ein schönes Zusammenspiel des ganzen Teams, während in Bochum die Stimmung sank und deutlich aggressiver wurde.

 

Und so brachten die Dortmunder 6 mal in dieser Halbzeit den Ball ins Tor (3 mal Julia #4; 2 mal Nora #17 und 1 mal Frida #11 nach Assist von Cara #26), Bochum gelang es nur einmal, sich durch die nun viel besser aufgestellte Defense zu kämpfen und an unserer starken Torfrau Esther #1 vorbei zu punkten. Endstand: 13:8 für Dortmund.

 

Die Eintracht-Damen sind sich einig darin, dass gerade die erste Halbzeit deutlich unter ihrem Niveau war. Da geht mehr! In der zweiten Halbzeit wurde ein viel schöneres Spiel präsentiert, aber auch hier war noch Luft nach oben, was z.B. die (weiten) Pässe, Groundballs und anderes anging. Gegen Marburg/Kassel/Göttingen darf es nicht so lange dauern, um ins Spiel zu finden, hier müssen wir von Anfang an hellwach agieren und Punkte sammeln – schließlich haben die Wolverines das Ziel Relegation noch nicht aus den Augen verloren!

 

Endergebnis: 13:8 (7:7/6:1)

Punkte (Tore/Assists): Julia Rohn (5/0); Jana Holler (2/0); Nora Teepe (2/0); Janna Illo Ehlers (1/0); Veronica Ohlsson (1/0); Frida Pallapies (1/0); Sabine Stede (1/0); Cara Petri (0/1)