Spielbericht: Damen gegen die Spielgemeinschaft Köln B / Bonn

Am Samstag, 14.4. war es wieder so weit. Die Damenmannschaft der Dortmunder Wolverines spielte das vierte Heimspiel in Folge. Heute stand ihnen die Spielgemeinschaft Köln/Bonn B gegenüber. Bei angenehm sonnigem Wetter fanden auch die Fans ihren Weg durch die an dem Tag wegen der Nazidemo gesperrten Straßen Dortmunds, um die Wolverines während des Spiels lautstark zu unterstützen.

 

Motiviert durch die Siegesserie der letzten drei Spiele, schöpften die Wolverines große Hoffnung, auch gegen Köln/Bonn etwas ausrichten zu können. Die vielen antreibenden Worte über Teamgeist und den starken Willen auf dem Platz 120% zu geben behielten die Damen stets im Hinterkopf.

So schnappte sich #30 Jana Holler in der 5. Minute den Ball vor dem eigenen Tor, sprintete übers ganze Spielfeld und gab den zielsicheren Pass auf #17 Nora Teepe. Sie zögerte nicht und platzierte den Ball souverän in das gegnerische Tor! 1:0 für Dortmund. Das war ein guter Start.

 

Dieser Schreck schien Köln/Bonn allerdings wach gerüttelt zu haben. Sie machten ordentlich Druck und schafften es die Dortmunder Defense zu durchbrechen. Daraufhin landete, keine zwei Minuten nach dem Führungstreffer, der Ball im eigenen Tor. Nach einem weiteren erfolgreichen Spielzug von Köln/Bonn, inklusive Tor, besprachen sich die Wolverines im Timeout. Kurz durchatmen und weiter ging‘s.

 

Beim nächsten Tor durch die starke #5, das nur 10 Sekunden nach dem Anpfiff fiel, wurde die Defense ein weiteres Mal überrannt. 1:4, schade! Doch die Dortmunder Defense raffte sich auf und kam so langsam ins Spiel. Köln/Bonn fiel es nun sichtlich schwerer eine Lücke zu finden. Jetzt bahnte #29 Emma Igwe sich ihren Weg zum Tor. Das sah aus wie ein Treffer! Doch die Refs erkannten das Tor nicht an. Daraufhin gelang es Köln/Bonn einen weiteren Treffer zu erzielen. Nach einer kurzen Verletzungspause (eine Spielerin Köln/Bonns war umgeknickt und konnte nicht weiter spielen) schaffte Köln/Bonn es erneut den Ball im Netz der Dortmunder zu versenken, bei dem auch unsere #1 Esther von Spiczak nach vielen Parade-Saves in Bedrängnis kam.

 

Aber die Wolverines ließen sich nicht unter kriegen. Nach dem Spielstand von mittlerweile 1:6 konnte sich auch die Attack wieder in Szene setzen. Unsere Torjägerin #4 Julia Rohn gab mit ihrem ersten Assist dieser Saison der #29, Emma Igwe, die erfolgreich umgewandelte Chance den Ball im gegnerischen Tor zu platzieren! 2:6. Nach einem weiteren Tor auf Seiten Köln/Bonns konnte sich auch #26 Cara Petri mit einer erfolgreich durchgeführten Creaseroll durchsetzen. 3:7. Auch die Attack taute auf und schaffte es, ihre Torchancen zu verwandeln. Kurz vor der ersehnten Halbzeitpause gelang es Köln/Bonn erneut den Ball durch einen gelungenen Spielzug ins Tor zu manövrieren. Zur Halbzeit stand es 3:8.

 

Nicht gerade ein Spielstand, den man sich erwünscht hatte. Doch wie seit jeher bekannt, zeigten die Damen ihre volle Glanzleistung erst in der 2. Halbzeit. Die erneute Motivation, sich nicht klein kriegen zu lassen, die aus der Halbzeitpause geschöpft werden konnte, wurde prompt durch zwei aufeinander folgende Treffer der #17 Nora Teepe umgesetzt! Neuer Spielstand: 5:8.

 

In der 42. Minuten ging es mit der Aufholjagd weiter. Auch #27 Hannah Stapmanns und #4 Julia Rohn katapultierten den Ball ins gegnerische Tor. Das war das 7:8! Endlich waren die zuvor vorgenommenen 120% auch auf dem Spielfeld zu sehen. Sichtlich erschrocken beriet sich Köln/Bonn bereits in ihrem 2. Timeout dieser Halbzeit. Trotz ihrer sieben Auswechselspieler wirkten sie etwas erschöpft.

 

Die Dortmunder Defense präsentierte sich von ihrer besten Seite. Und auch unser Goalie #1 Esther von Spiczak ließ sich in dieser Halbzeit selten aus der Ruhe bringen. Trotzdem gelang es Köln/Bonn durch einen Alleingang ein weiteres Tor zu erzielen. 7:9. #30 Jana Holler wollte das nicht lange auf sich sitzen lassen und sie durfte sich kurze Zeit später über einen Treffer freuen. 8:9! Jetzt waren die Dortmunderinnen diejenigen, die Druck ausüben. Doch erneut schaffte es Köln/Bonns torgefährliche Nummer 5 den Ball an der mittlerweile sehr gut aufgebauten Defense und #1 Esther von Spiczak vorbei zu mogeln. 8:10.

 

Es waren noch 11 Minuten zu spielen. Da war noch etwas drin! Die Dortmunder Damen blieben Köln/Bonn dicht auf den Fersen und #30 Jana Holler schoss nach einem Assist von #27 Hannah Stapmanns das 9:10! Die Stimmung war auf ihrem Höhepunkt angekommen, was für ein spannendes Spiel! Noch 7 Minuten. Jetzt sah man gespielten Teamgeist! Und tatsächlich! Rund eine Minute vor Schluss erzielte #17 Nora Teepe nach langem Kampf gegen die Köln/Bonner Defense den Ausgleichstreffer! Es stand 10:10!

 

Das Adrenalin schoss in die Adern der Wolverines und die Damen witterten ihre Chance. Konnten sie das Spiel noch zu einem Sieg drehen? #30 Jana Holler versuchte alles im Angriff, aber sie kam nicht zum Schuss. Stattdessen eroberte sich Köln/Bonn den Ball und jagte übers Spielfeld. Doch die Zeit war abgelaufen. Der Schlusspfiff ertönte, bevor Köln/Bonn erneut gefährlich werden konnte.

 

Riesengroßer Jubel auf Seiten der Dortmunder. Die Damen konnten ihr Glück kaum fassen. Trotz oder gerade wegen der etwas schlechteren 1. Halbzeit haben die Damen in der 2. Halbzeit noch einmal alles aus sich heraus geholt und es hat sich gelohnt. Das hätten sie sich nicht erträumen lassen! Dieses Unentschieden wird auf Seiten der Wolverines als deutlicher Sieg verbucht. Da hat sich der TEAMGEIST ausgezahlt!

 

Endergebnis: 10:10 (3:8/7:2)

Punkte (Tore/Assists): Nora Teepe (4/0), Jana Holler (2/1), Julia Rohn (1/1), Hannah Stapmanns (1/1), Emma Igwe (1/0), Cara Petri (1/0)