Spielbericht: Herren gegen Bochum Isotopes

Am vergangenen Samstag hatte man großes vor. Nach dem eindeutigen Sieg gegen den direkten Rivalen um Platz zwei wollte man das gewonnene Selbstvertrauen ausbauen und den Derby-Gegner Bochum Isotopes in seine Schranken weisen.

 

Die Zeichen standen gut: als Auswärtsspiel geplant, wurde die Partie auf den heimischen Rasen an der Victor-Toyka-Straße verlegt, weil die NASA die außergewöhnliche Kraterlandschaft der Bochumer zwecks Forschung gesperrt hatte. Außerdem hatte der Sommer seinen Besuch in Dortmund vorgezogen und glänzte mit Sonne satt. Viel wichtiger jedoch: die Damen hatten bereits demonstriert wie man es macht und mit einem starken 13:9 gegen die Münster Mohawks B gesiegt.

Das Spiel beginnt mit einem gegenseitigen Abtasten. Vorerst kann sich kein Team entscheidend in der Offensive festsetzen. Dann kommen die Bochumer in der 7. Minute vor den Kasten der Wolverines und schaffen es, zu punkten. Mangelnde Konzentration sorgt dafür, dass es in der 8. Spielminute gleich nochmal im Tor der Dortmunder klingelt. Man findet kaum kreative Wege, um im Angriff die nötige Unruhe in der Bochumer Abwehr zu verbreiten. Die Hitze auf dem Platz? Der Schock gleich mit zwei Treffern in Rückstand geraten zu sein? Einer besinnt sich dann doch seiner Fähigkeiten und sorgt dafür, dass den Wolverines vor dem Abpfiff des Quarters noch der Anschluss gelingt: #27 Steffen Wegener trifft und sorgt damit für das nötige Momentum, das sich jedoch erst im zweiten Durchgang entfaltet. Zwischenstand 2:1.

 

Im zweiten Quarter legt man hochmotiviert los und lässt sich nicht lange bitten. Middie-Rookie #18 Tobias "Tobbe" Naumann gönnt sich sein erstes Ligator und gleicht damit für die Wolverines aus. In der 28. Spielminute bittet wiederum die Attack zum Tanz und erzielt auf Vorlage von #8 Christian Treis den ersten Führungstreffer der Partie. Noch einmal 5 Minuten später bringt sich Attacker #43 Johannes "Johnny" Helmer vor dem Bochumer Kasten in Position und versenkt den nächsten Treffer zum 2:4. Der Bann scheint gebrochen. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Isotopes sich davon brechen lassen. Es folgt der Anschlusstreffer für Bochum und dennoch sind es die Dortmunder, die in diesem Quarter das letzte Wort haben. Beim Clear der Bochumer stört #19 Jens Hennig den Goalie so hartnäckig, dass dieser den Ball verliert und die Situation direkt mit einem Tor für Dortmund endet. Halbzeitstand 3:5.

 

An dieser Stelle ersehnt man die Fortführung einer Spiels wie in Quarter zwei. Man hat die Bochum Isotopes im Griff und gibt das Spiel nicht mehr aus der Hand. Weit gefehlt. Um es vorwegzunehmen: Die Herren der Wolverines schaffen es insgesamt kein einziges Mal auch nur eine der insgesamt 4 Man-Up-Situationen in ein Tor zu verwandeln. Auch sonst sind die Abschlüsse eher unüberlegt und das Aufbauspiel überhastet. Die zweite Halbzeit bleibt für Dortmund torlos! Im Gegenzug schafft es Bochum durch teilweise glückliche Treffer im dritten Quarter den Anschluss zu erzielen und im Schlussviertel auch noch den Ausgleich und den Siegtreffer zu versenken. Endstand ein 6:5, das für leere Gesichter bei den Wolverines sorgt.

 

Viel  Zeit, um die Wunden zu lecken bleibt nicht. Schon am kommenden Sonntag wird man zu den Essener Piraten nach Mühlheim (Face-Off 17:30) fahren, um alles besser zu machen.  Fest steht, dass man einen fest geplanten Sieg nicht einfahren konnte. Vielleicht liegt genau da auch der Knackpunkt der Partie. Bochum zeigte wahrlich kein Zauber-Lacrosse, aber sie blieben unnachgiebig und belohnten sich am Ende dafür. Das Derby gegen die Piraten aus Essen wird man von vornherein anders angehen und das Steuerrad an sich reißen.

 

Vielen Dank an die Bochum Isotopes für eine rundum faire Partie und an die Referees aus Paderborn für die ausgewogene Spielleitung.

 

Endergebnis: 6:5 (2:1/1:4/1:0/2:0)

Punkte (Tore/Assists): Johannes Helmer (3/0), Tobias Naumann (1/0), Steffen Wegener (1/0), Christian Treis (0/1)