Spielbericht: Damen gegen Paderborn Hornets

... oder: Wie die Wolverines dem BVB zeigten, wie man mit einer 4:0-Führung zur Halbzeit und 4 Gegentoren in der 2. Spielhälfte umgeht!

 

Am vergangenen Sonntag traten die Damen der Dortmund Wolverines ihr letztes Spiel der Hinrunde an. Die Umstände sprachen für die Vielfraße, denn sie konnten nicht nur auf den Heimvorteil auf dem neuen Kunstrasen setzen, sondern waren auch personell deutlich besser aufgestellt als die Paderborn Hornets, die aufgrund von krankheitsbedingten Absagen mit nur 11 Hornissen anreisen konnten.

 

Die jeweils 11 Spielerinnen auf dem Platz zeigten direkt, dass sich beide Teams viel vorgenommen haben für diese traditionell spannende Partie und dass sie jeden Menge Bock hatten – vor allem, nachdem die Vielfraße kurz vor dem Spiel von Motivationscoach Sabine Stede #9 in einer Rede voller Leidenschaft kurzerhand zu hungrigen Löwen gemacht worden waren...

So ging der Ball zwar direkt vors Dortmunder Tor, konnte hier aber von der Defense erobert und auf die gegenerische Seite befördert werden – doch auch die Paderborner Defense hielt Stand und somit dauerte es bis zur 8. Minute, bis Julia Rohn #4 endlich das ersehnte Führungstor für die Wolverines einnetzen konnte. Nun hatten die Wolverines Blut geleckt und gaben Gas, um die Führung weiter auszubauen. Schon nach kurzer Zeit legten Nora Teepe #17 und wiederum Julia Rohn #4 zum 0:3 nach.

 

Bei einem Timeout wurde die neu erprobte Pressure-Taktik der Defense kurz besprochen und kleinere Umstellungen in der Stammbesetzung vorgenommen. Vor allem wurde sich aber darauf verständigt, jetzt bloß nicht nachzulassen und das hohe Tempo des Spiels, bei dem die Paderbornerinnen auch ohne Auswechsel-Spielerin noch immer gut mithalten konnten, beizubehalten und zum eigenen Vorteil auszuspielen. Schließlich standen auf der Dortmunder Seite genug Auswechselspielerinnen bereit.

 

Das Tempo blieb hoch, doch die Torschüsse der Dortmunderinnen blieben bis zur 27. Minute erfolglos – dann zeigte Jana Holler #30, wie man Tore schießt. Das Tor der Dortmunderinnen blieb in dieser 1. Halbzeit komplett frei – was zum einen an der genannten Pressure-Defense lag, zum anderen aber vor allem an dem großartigen Einsatz von Goalie Jule Fleckenstein #1, die den Hornissen jedes Durchkommen durch die Defense in letzter Sekunde vermieste.

 

So gingen die TSC-Damen mit einer 4:0-Führung in die Halbzeitpause. Was zwar nach einem guten Ergebnis der ersten 30 Minuten klingt, machte den Dortmunderinnen doch ein wenig Bauchschmerzen – schließlich hatte erst einen Tag zuvor genau dieses Halbzeitergebnis den Borussen eine schmerzhafte gefühlte Niederlage im Revierderby gegen Schalke vorbereitet. Die Worte ihres Spieltags-Coachs Anna Weglage (Wolverine #12 im Herzen) „Macht es besser als der BVB“ wurden zwar mit einem allgemeinen Lacher geschluckt, hinterließen aber trotzdem ein paar Bauchschmerzen.

 

Und man könnte glatt meinen, das böse Omen hätte Recht behalten, guckt man sich nur die Seite der Paderbornerinnen auf dem Spielberichtsbogen an: Tatsächlich gelang es den Hornissen, sich 4 mal vors Tor durchzustechen und Punkte zu sammeln. Doch anderes als die Fußballer, legten die Dortmunder Lacrosser ebenfalls nochmal nach: Jana Holler #30 brachte sich immer besser ins Spiel, gewann nicht nur die Draws, sondern beförderte auch direkt zwei Mal hintereinander (30. und 37. Minute) den Ball ins Paderborner Tor. Die 50. Minute geht klar aufs Konto der Hornets – innerhalb von nur 33 Sekunden musste Jule Fleckenstein #1 gleich zwei Mal hinter sich greifen.

 

Die Dortmunderinnen starteten ihren Endspurt – Cara Petri #26 tanzte Defense und Goalie beim Crease-Roll aus und machte das 7:2 und endlich, endlich!!! schoss auch Frida Pallapies #11 nach Assist von Nora Teepe #17 ihr wohlverdientes erstes Ligator (58.). Doch auch die Gäste hatten trotz des anstrengenden Spiels noch Reserven, rafften alle Kräfte zusammen und konnten in der letzten Spielminute erneut innerhalb von nur einer Minute (diesmal waren es immerhin 44 Sekunden!) zweimal punkten. Respekt an die Paderborner Spielerinnen, die ohne Auswechselspieler bis zur letzten Sekunde kämpften.

 

Endergebnis: 8:4 (4:0/4:4)

Punkte (Tore/Assist): Jana Holler (3/0), Julia Rohn (2/0), Nora Teepe(1/1), Cara Petri (1/0), Frida Pallapies (1/0)

 

Damit verabschieden sich die Wolverines in die Winterpause!