Spielbericht: Herren gegen Münster Mohawks B

Zum Abschluss der Hinrunde versammelte sich das hungrige Rudel Vielfraße in einer Stärke von 21 Mann. Der Plan war, ins Indianerland einzufallen und fette Beute zu machen. Kalter Wind wehte über das Land – man hörte, in der Hipsterhauptstadt NRWs seien an diesem Morgen schon etliche Soja-Latte ungewöhnlich schnell ausgekühlt. Doch die Wolverines ließen sich nicht von ihrem Ziel abbringen und warteten darauf, dass es endlich losging.

 

Das Duell wird eröffnet und Attacker #19 Jens Hennig fackelt nicht lange. Nach 57 Sekunden klingelt es zum ersten Mal im Kasten der Gastgeber. Nicht einmal eine Minute später bringt sich #3 LongpOle Johannsen mit seinem Katapult in Stellung und zeigt, dass man auch aus der Distanz treffen kann. So stellt man sich den Start in eine Partie vor. Von einem Selbstläufer kann allerdings keine Rede sein...

Indianer lassen sich bekanntlich nicht unterkriegen und lassen in den folgenden Minuten keinen weiteren Treffer zu. Im Gegenteil: nach der Hälfte des ersten Quarters verkürzen sie sogar auf 2:1.  Der Aufbau der Wolverines ist zu hektisch und führt immer wieder zu Ballverlusten, die den Münsteranern die Chance geben selbst anzugreifen. Dennoch gelingt es #4 Julian Bonnet und wiederum #3 Ole Johannsen zwei weitere Treffer für die Dortmunder zu erzielen, bevor der erste Durchgang endet.

 

Das zweite Quarter gestaltet sich ähnlich dem ersten. Es ist erkennbar, dass die Wolverines hochmotiviert und auch überlegen sind. Allerdings gelingt es nicht diese Überlegenheit durch Offensivzeit zu untermauern. Dafür zeigt #22 Felix Hohaus, dass er als Attacker vom Crease und auch aus der Middie-Position treffen kann. Darüber hinaus vollendet #3 Ole Johannsen seinen Hattrick. Zusammen mit einer soliden Defense, die wiederum nur ein einziges Gegentor zulässt, erkämpft man auch das zweite Quarter und mit dem Halbzeitpfiff steht es 2:7 für die Vielfraße.

 

Die Halbzeitansprache der Coaches ist eindeutig: man würde hier als Team spielen müssen, wenn man die Stärke der Mannschaft voll auf den Rasen bringen möchte. Das dritte Viertel bleibt im Endergebnis jedoch wenig erfolgreich. #4 Julian Bonnet erzielt in diesem Durchgang den einzigen Treffer und insgesamt bleibt dieses Quarter unentschieden. Durch den unbändigen Willen in die gegnerische Hälfte zu stürmen und im Gegenzug die Mohawks am gleichen Vorhaben zu hindern, kassiert man viele Strafen, sodass selten ein ruhiger Spielaufbau gelingt.

 

Das legt sich glücklicherweise im letzten Viertel: Man hat endlich den Spielspaß gefunden und agiert als Mannschaft und weniger als Einzelkämpfer. #22 Felix Hohaus schafft es ebenfalls seinen Hattrick zu vollenden, #1 Marlon Junkers packt seine typische Fackel aus und mit dem letzten Treffer der Partie durch #38 Jan Schroll gewinnt man das Schluss-Quarter ohne weiteres Gegentor und das Spiel mit 3:11.

 

Am Ende wird man feststellen, dass die Wolverines nicht immer ihr gewohntes Spiel durchsetzen konnten. Allerdings hat eine geschlossene Mannschaftsleistung dazu geführt, dass man mit einem deutlichen Sieg in die Winterpause geht. Das belegen auch die Zahlen: Von insgesamt 15 Scorerpunkten gehen 8 auf das Konto der Attack. Vor allem #8 Christian Treis steuerte mit seinen 3 Assists einen erheblichen Teil dazu bei. Die Defense und die beiden Goalies ließen weniger als einen Treffer pro Quarter zu und dies trotz mehrerer Man-Down-Situationen.

 

Bis zum Start der Rückrunde wird das Team weiter an sich arbeiten und unter anderem das LaBox-Turnier in Göttingen dazu nutzen, um weiter im Spielfluss zu bleiben. Wenn die Mohawks dann ins Revier der Wolverines kommen, müssen sie damit rechnen, dass ihnen auch dann nichts geschenkt wird.

 

Das Team bedankt sich bei den Gastgebern, die uns sogar einen Kasten Dortmunder Pils spendierten und den Spieltag mit köstlichen Burgern ausklingen ließen. Außerdem gilt den Referees unser Dank, sowie den Fans, die den Weg nach Münster auf sich genommen haben, um uns zu unterstützen.

 

Endergebnis: 3:11 (1:4/1:3/1:1/0:3)

Punkte (Tore/Assists): Felix Hohaus (3/0), Ole Johannsen (3/0), Julian Bonnet (2/0), Jens Hennig (1/1), Marlon Junker (1/0), Jan Schroll (1/0), Christian Treis (0/3)