Spielbericht: Dortmund Wolverines (Herren) @ Paderborn Hornets

Am vergangenen Sonntag folgten die Dortmund Wolverines der Einladung der Paderborn Hornets und fanden sich um 13:00 Uhr auf dem Rasenplatz der Gastgeber ein. Die Stadt, die bei ihrem Domfenster aus ökonomischen Gründen 3 von 6 Hasenohren einsparen musste, zeigte sich von ihrer grauen Seite. Im Vergleich dazu hatte man sich deutlich mehr vorgenommen und wollte viel Einsatz in das Spiel gegen den Spitzenreiter investieren.

 

Die Partie startet gut: Marlon Junker gewinnt die Spieleröffnung und das sollte für dieses Spiel auch nicht das letzte Mal sein. Die Wolverines versuchen alles, um vor das gegnerische Tor zu kommen, doch die offene Paderborner Abwehr stellt sie vor eine große Aufgabe. Die Hornets benötigen ebenfalls ihre Zeit, um in das Spiel zu finden und erzielen dennoch in der 7. Spielminute den ersten Treffer der Partie. Das Quarter bleibt hart umkämpft. Kurz vor Ende des ersten Durchgangs schafft es Marlon Junker #1 eine Men-Up-Situation erfolgreich zu nutzen und gleich aus. Durchatmen!

Das zweite Quarter verläuft weniger gut. Die Dortmunder versuchen mit aller Kraft das Anrennen der Hornets auf Goalie Menno Esen #81 zu verhindern. Dieser ist mit gewohnter Konzentration voll dabei und verhindert einige Gegentreffer. Das Spiel ist von viel Bewegung geprägt und weniger von einem ruhigen Spielaufbau. In der Folge gibt es die zweite Strafzeit für die Wolverines und diese wird durch die Hornets eiskalt ausgenutzt. Danach folgen drei weitere Treffer der Paderborner und damit steht es zur Halbzeit 5:1.

 

In der Halbzeit reflektiert man die bisherige Leistung und kommt zu dem Schluss, dass das noch nicht das Ende gewesen sein kann. Da ist deutlich mehr drin und mit dieser Motivation geht man in die zweite Hälfte der Partie. Zunächst neutralisieren sich die Teams erneut, bevor die Paderborner in der 53. Minute erneut zuschlagen können. Wer davon ausgeht, dass die Wolverines aus Dortmund jetzt aufgeben, der irrt! Felix Hohaus #22 fasst sich ein Herz und attackiert das Paderborner Tor direkt vom Crease aus. Zunächst kann der gegnerische Goalie parieren, doch kurz vor Abpfiff des Quarters wird sein Einsatz belohnt und er trifft zu einem 6:2, das ihn selbst fast seine jungen Stimmbänder kostet.

 

Im letzten Viertel ist die Luft leider raus. Eine Men-Down-Situation kurz nach Wiederanpfiff endet für Dortmund in einem weiteren Gegentor, dem zwei Paderborner Treffer bis zum Spielende folgen sollten. Marc Bones #42 macht dabei trotzdem eine gute Figur. Der Einbruch ergibt sich zwangsläufig aus den vielen Defense-Situationen, bei der die Dortmunder Abwehrreihen fast das ganze Spiel lang gefordert wurden und immer wieder bewiesen, dass sie eine große Herausforderung darstellen.

 

Wer jetzt denkt, dass das Spiel unterm Strich eine reine Niederlage darstellt, dem sei gesagt: nix da! Im Vergleich zum Hinspiel wurde nur noch die Hälfte der Quarter an den Gegner abgegeben. An dieser Stelle ein Dankeschön an die Paderborner Bench. Je nach Lesart der schriftlichen Ausgestaltung des Spielberichtsbogens könnte es nämlich auch 8:2 ausgegangen sein und dann wäre ein Quarter sogar von den Wolverines gewonnen worden. Schwamm drüber. Der Kampfgeist blieb bis zur letzten Minute ungebrochen und 7 der 9 Unterzahlsituationen der Wolverines wurden erfolgreich abgewehrt. Das muss man erstmal schaffen. Zudem bewies die Mannschaft aus dem Pott, dass es durchaus möglich ist ein Spiel ohne seine statistischen Leistungsträger zu bestreiten. Mit diesen Gedanken im Hinterkopf ging es gestern schon wieder ins Training, wo von Schongang nichts zu sehen war. Denn am Wochenende erwarten die Wolverines die Münster Mohawks auf ihrem heimischen Rasen und eines ist klar: das Spiel will von den Vielfraßen gewonnen werden!

 

Abschließend geht der Dank der Mannschaft an die Gastgeber aus Paderborn, die Schiedsrichter und natürlich an den harten Kern der Dortmunder Fans, die auch zu diesem Spiel wieder anreisten.

 

Endstand: 9:2 (1:1, 4:0, 1:1, 3:0)

Tore: Marlon Junker (18.), Felix Hohaus (60.)

 

Lasst euch das letzte Heimspiel der Saison nicht entgehen. Als Mannschaft grüßen wir natürlich die Dortmund Wolverines Ultras und hoffen auf euer Erscheinen. Mit so viel guter Stimmung im Rücken kann nichts mehr schief gehen und für die Bewirtung ist ebenso gesorgt. Los geht’s um 14:00 Uhr gegen die Münster Mohawks B.