Spielbericht: Dortmund Wolverines (Herren) vs. Paderborn Hornets

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 Am vergangenen Samstag war erneut ein Spiel auf heimischem Rasen angesetzt. Die Wolverines treten gegen den ehemaligen Partnerverein der Spielgemeinschaft an, was bedeutet, dass ein Schwarm Hornissen aus Richtung Paderborn heran schwirrte.

 

Jeder geht aus einer Trennung gerne als Gewinner hervor und so sind beide Teams motivierter denn je. Diese Motivation fällt dann doch unvorhergesehen in den Keller, als die Mannschaften darüber informiert werden, dass der Headreferee wegen einer Verletzung absagen muss. Doch damit nimmt die Achterbahn erst an Fahrt auf...

 

Die Paderborner sind schon auf dem Weg nach Dortmund und es wird beschlossen stattdessen ein Freundschaftsspiel stattfinden zu lassen.  Alle guten Achterbahnen fahren noch ein zweites Mal nach oben! In der Not findet sich doch noch ein Schiedsrichter, der die Spielleitung übernehmen kann und alle müssen wieder in den Gamemodus kommen. Mit einer knappen Stunde Verspätung wird die Partie angepfiffen.

 

Mit Münchener Verstärkung setzen die Paderborner schon nach zwei Minuten die erste Marke, die doch zunächst noch von Julian Bonnet in der neunten Minute egalisiert werden kann. Offensichtlich haben sich die Fehlerteufel aus der Partie gegen Bochum wieder eingeschlichen und auf Dortmunder Seite wird der Spielaufbau von Hektik und unerzwungenen Fehlern bestimmt, während die Paderborner ihrerseits die Dortmunder Abwehr nicht ernsthaft in Verlegenheit bringen können. Spielstand nach dem ersten Quarter deshalb 1:3.

 

Der zweite Spielabschnitt bringt für die Dortmunder im Offensivdrittel leider keinen großen Wandel mit sich. Einzig die Abwehr kann noch einmal zulegen und lässt nur zwei weitere Tore zu. Zur Halbzeit steht es folglich 1:5.

 

Ähnlich gestaltet sich auch die zweite Spielhälfte. Die Dortmunder können den richtigen Ansatz nicht finden, um die Paderborner Abwehr effektiv auszuhebeln. Der Weg vor das Tor scheint zeitweise nicht das große Problem zu sein, aber dem Ball bleiben die letzten Meter ins Tor verwehrt. Zwei weitere Tore des Gegners in Abschnitt drei sorgen zusätzlich dafür, dass die Moral einen empfindlichen Dämpfer verpasst bekommt. Dass der Zug zum Tor dennoch das große Ziel ist, beweist Eugen Ischanka mit seinem zweiten Saisontor kurz nach Wiederanpfiff des letzten Quarters. Paderborn ruht sich zu diesem Zeitpunkt schon lange auf den Früchten der Arbeit ihres stärksten Middies und ihres wichtigsten Attackers aus, die bei Abpfiff zusammen 7 der 10 Tore für Paderborn erzielen.

 

Am Ende müssen sich die Wolverines die Frage stellen, warum es zu einer derart eindeutigen Niederlage kommen konnte. War es das Hin und Her vor Anpfiff? Hat man sein eigenes Spiel aus den Augen verloren? Fest steht, dass Paderborn sich zwar verstärkt hat, aber die Wolverines durchaus ihre Offense-Zeit hatten. In der Rückrunde wird man sich auf die Elemente besinnen, die den Sensationssieg gegen die Kassel Raccoons ermöglicht haben und dann geht das Spiel in Paderborn schon wieder ganz anders aus.

 

Vielen Dank an die Gäste aus Paderborn, die zwar während des Spiels eine Sammelleidenschaft für Strafzeiten entwickelt haben, aber stets fair geblieben sind und natürlich an die Referees, die das Spiel überhaupt ermöglicht haben und das mit einer bisher wunderbar klaren Linie.

 

 

Endstand: 2:10 (1:3, 0:2, 0:2, 1:3)

ToreJulian Bonnet (9.), Eugen Ischanka (62.)

 

Das nächste Ligaspiel der Wolverines gegen die Ruhrpott Pirates aus Essen musste leider durch den Gastgeber wegen Personalmangels abgesagt werden. Der nächste Auswärtstermin für die Vielfraße ist deswegen der 12.11.2016 gegen die Münster Mohawks.